500 Kilometer Nonstop-Lauf durch Schnee und Eis

Warum ich an einem 500 Kilometer Nonstop-Lauf im kanadischen Winter teilnehme. Und warum auch du dir ein Ziel setzen solltest.

Das Wort "Disziplin" hat einen unangenehmen Beigeschmack. Wenn man das Wort "Disziplin" hört, duckt man sich im Geiste und hofft, dass dieses Wort und alles was man damit verbindet, schnell über einen hinwegzieht, wie ein Donnergrollen am Himmel. Das ist unfair, denn Disziplin macht es möglich, dass wir unsere Träume leben. Disziplin kann uns Halt geben. Disziplin ist Freiheit. Durch Disziplin, kannst du das tun, was du dir wünscht und erhoffst. Es kostet Disziplin für nahrhaftes Essen zu sorgen, aber du fühlst dich besser, wenn du dich gesund ernährst. Es kostet Disziplin, rechtzeitig ins Bett zu gehen, aber morgens kannst du die wichtigen Aufgaben effektiver erledigen, sodass du später mehr freie Zeit hast. Es kostet Disziplin, nach draußen zu gehen und dich zu bewegen, aber so erhältst du mehr Energie, bist ausgeglichener und fühlst dich wohler. Disziplin hilft dir dabei, die beste Version von dir zu werden. Mit Disziplin kannst du das tun und erreichen, was du dir erträumst. Diszplin hat nichts damit zu tun, dass man nicht auch  Spaß oder Angst haben darf oder einfach mal faul ist.

Ein 500 Kilometer nonstop-Rennen durch die Arktis

Im kommenden Februar starte ich zu einem 500 Kilometer Nonstop-Lauf im kanadischen Yukon Territorium. Ein Rennen durch die eiskalte Wildnis, entlang des mächtigen Yukon Rivers, ohne Verpflegungsstationen, ausgerüstet mit einem Schlitten, auf dem ich meine Ausrüstung transportiere. Es starten nur eine handvoll Läufer, kaum einer kommt ins Ziel.

Ich habe lange überlegt, ob ich dieses gewaltige Abenteuer wirklich angehen möchte. Es ist schon lange ein Traum von mir, doch vieles spricht dagegen:

Zum Beispiel meine Ärzte, die mir vor Jahren sagten, ich dürfe nie wieder Sport treiben, nicht mal Schwimmen oder Tischtennis spielen. Seitdem ich ihren Rat jedoch nicht mehr befolge, geht es mir viel besser. Auch der Moment spricht dagegen, denn ich bin gerade Vater geworden und möchte natürlich viel Zeit mit meinem süßen Baby und meiner tollen Frau verbringen, statt andauernd zu trainieren.
Der Moment sprach aber auch schon bei meinen vergangenen zehn Abenteuern dagegen und hätte ich sie damals aufgeschoben, würde ich sie wahrscheinlich heute noch nicht erlebt haben. Eine Schande wäre das; ich würde es wirklich bereuen und wäre als Mensch heute nicht da, wo ich nun bin.
Es spricht auch dagegen, dass ich nur ein Mal in meinem Leben an einem Marathonlauf teilgenommen habe. Es war für mich ein großes Ereignis, denn ich hatte über viele Jahre niemals Sport getrieben. Zwischen einem gewöhnlichen Stadtmarathon und einem 500 Kilometer Nonstop-Lauf durch die kanadische Wildnis, im Winter, bei Temperaturen von minus 50 Grad, in Dunkelheit, ohne Verpflegungsstellen, einsam, isoliert und mit 30 Kilo Gepäck auf einem Schlitten, den ich hinter mir herziehen muss, liegt natürlich ein riesiger Unterschied.

Warum aber will ich es tun?

Weil ich weite Landschaften liebe, Natur, Polarlicht, Winter und den hohen Norden. Weil ich nicht nur träumen will, sondern weil ich Dinge tun, Abenteuer erleben und Träume leben will. Weil ich als Mensch weiter wachsen und mich entwickeln will. Weil Ziele das Leben schöner, spannender und abenteuerlicher machen. Weil ich in eine fremde Landschaft eintauchen und Natur wirklich erleben will. Weil ich erfahren will, wie mächtig die Natur wirklich ist. Weil ich in meiner Vorbereitung viele interessante Menschen treffen und neue Dinge lernen werde. Weil es meinen Horizont erweitern und mein Leben bereichern wird, egal, ob ich es bis ins Ziel schaffe oder nicht. Eines ist klar: Egal wie langsam ich sein werde, ich werde immer schneller sein, als alle die zu Hause geblieben sind. Die Reise zum Ziel, mein Weg von heute bis zu dem Tag an dem ich im Yukon laufen werde, das wird das Abenteuer. Diese Reise trägt den wahren Wert für mich und sie bedeutet mir mehr, als die Ziellinie zu überqueren. Jede Mühe, jede Sorge, jede Arbeit, jede schlaflose Nacht wird diese Reise wertvoller machen. 

So beginnt nun dieser lange Weg mit dem ersten Schritt, denn ich möchte meinen Traum nicht auf die lange Bank schieben. Ich habe gelernt, es kommt immer irgendetwas dazwischen. Den perfekten Zeitpunkt zu finden, darauf warte ich nicht mehr.
 

 

Wenn du nur tust, was du immer getan hast, bekommst du auch nur das, was du immer bekommen hast.
 

Ich will es auch tun, weil ich dieses kurze Leben, das ich habe, erfüllt leben möchte, mit allen mir möglichen Abenteuern, Erlebnissen und schönen Momenten. Weil ich mich für ein zufriedenes Leben einsetze und ich nicht auf mein Glück warte und hoffe. Weil ich meinen eigenen Weg gehen möchte. Weil das Leben so verdammt kurz ist und wir um Himmels willen einfach das machen sollten, was uns glücklich macht. Deswegen will ich es tun. Und das kostet Disziplin.

"Ich glaube, jeder hat etwas, das er an sich verändern oder anders machen möchte. Wir sagen immer "Ich sollte wirklich mal ... tun" oder "Wieso mache ich nicht mehr davon?". An dieser Stelle geht es aber darum, wirklich in Aktion zu treten und das umzusetzen, was du dir wünscht. 
Das Leben ist nicht irgendein Ereignis in der Zukunft.
Wenn du in deine Reise investierst und eine klare Richtung hast wo du hingehen möchtest, ohne dich darauf zu fokussieren, dass du dort ankommst - und wenn du dich in den Prozess und die Arbeit verliebst, die dafür nötig ist - wirst du deinem Leben mehr Sinn und Befriedigung geben."

 

Der Glaube lässt dich Unmögliches versuchen. Der Zweifel hingegen hält sich selbst vom Möglichen ab.
 

Ob es wirklich schaffe, steht auf einem ganz anderen Blatt. Womöglich schaffe ich es nicht. Das ist mir aber egal. Ich kann nur profitieren, denn durch meine bisherigen Herausforderungen bin ich als Mensch immer gewachsen, unabhängig davon, ob ich erfolgreich war oder nicht. Ich erinnere mich an wahnsinnige Mountainbike-Marathons, ich erinnere mich nicht an den Moment, wo ich die Ziellinie überquert habe. Vergleichsweise ist dieser Moment bedeutungslos. Sieg oder Niederlage zählen nicht, um das Aufraffen, Loslegen und Aufstehen geht es. Der Weg zum Ziel, die Passion, verschafft den wahren Wert.

Stop wishing, start doing

Durch mein Training, meine Ernährung, meine Vorfreude und die Spannung, die das Abenteuer mit sich bringt, werde ich ausgeglichener und belastbarer. Negative Erlebnisse werden mich weniger tangieren. Ich werde mehr Energie und Kraft haben. Diese Energie hilft mir nicht nur hinsichtlich meines Wohlbefindens, sondern auch, wenn ich mich für meine Familie und meinen Beruf einsetze. Sie beeinflusst, wie ich mit Menschen umgehe, denn wenn ich vital, gesund und froh bin, ist das die beste Grundlage dafür, dass ich auch für andere eine Hilfe oder ein guter Einfluss bin.
Genauso beeinflusst sie auch meine beruflichen Leistungen positiv, denn Stress prallt durch die gewonnene Sinnstiftung besser an mir ab und natürlich kann ich im Beruf besser performen, wenn ich mehr Energie habe und schneller regenerieren kann. Ich weiß das, denn ich habe diese Erfahrung schon viele Male gemacht.

Ein Ziel vor Augen zu haben, ist eine kraftvolle Maßnahme, um an sich zu arbeiten. Ein toller Weg, um die beste Version von sich selbst zu werden. Die beste Version von dir zu sein, damit fühlst nicht nur du dich wohl. Auch die Menschen, die dich umgeben, profitieren davon, wenn du positiv bist, Kraft hast ihnen zu helfen und sie zu unterstützen. Die Welt kannst du kaum verändern, dich selbst schon und dein Bestes geben. Dieses Ergebnis färbt auf andere ab.

Disziplin ist Freiheit und sie fällt leichter, wenn du ein Ziel vor Augen hast. Wenn du ein schönes Leben willst, verbinde es mit einem Ziel.
 

Bitte, drück mir die Daumen für den Yukon Arctic Ultra!
 


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