Warum du mit Sport einfach beginnen solltest

Was ist eigentlich das Geheimnis an Extremsportarten? Warum riskiert man Kopf und Kragen, setzt sich stundenlangen körperlichen Qualen aus, begibt sich in finstere mentale Folterkammern, die einen förmlich gegen die Wand fahren lassen und riskiert es darüber hinaus, in vielen  hunderten von Trainingsstunden langsam zu vereinsamen?

Mountainbike-Langdistanzrennen bedeuten Abenteuer. Sie sind Erlebnis und erweitern meinen mentalen und körperlichen Horizont. Doch zunächst sind sie einfach ein verdammt hartes und langes Stück Arbeit.

Nachdem ich im vergangenen Jahr etliche Langdistanzen hinter mich gebracht hatte, fühlte ich, dass es nun an der Zeit sei, sich nach einem neuen Hobby umzuschauen. Immer war es lehr- und erlebnisreich, doch die Quälerei während einiger Rennen hatte mich einfach zu tief in den Boden gerungen. Ich wollte mein Hobby mit Würde an den Nagel hängen und mir etwas suchen, das etwas kompatibler zum Leben eines stadtnahwohnenden-Anfang-vierzig-jährigen-vollzeitarbeitenden-eigentlich-eher-faulen-Kinofans ist.

Die Wochen nach Saisonende vergingen. Mein Geist und mein Körper erholten sich immer mehr. Ich kam langsam zu neuer Kraft. Plötzlich war es wieder da: Das Gefühl, mich noch ein Mal hinzugeben. Ein Mal noch die lange Reise anzutreten. Ein Mal noch den langen Weg zu gehen und den inneren Schweinehund der Lethargie hoffentlich bis in alle Ewigkeit besiegt zu haben:
 

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Rennsaison 2015.

Ich habe mich für anspruchsvolle Rennen gemeldet. Es wird mich richtig viel Arbeit und harten Einsatz kosten. Doch ich weiß schon jetzt: So intensiv es auch werden mag, aus jeder Minute des körperlichen Einsatzes werde ich ein Vielfaches an psychischem Nutzen ziehen. Die Reise, die ich antrete, das Vorhaben, die tägliche frische Luft, die Bewegung, das Ziel vor Augen, dieses wird mein Leben bereichern und ich werde dankbar sein für jede Minute, die mich mein Projekt auf frische Gedanken bringt und mich in die Natur führt. Niemals sonst würde ich so regelmäßig draußen sein und das echte Leben spüren.

Ich bin so dankbar dafür, dass ich vor 10 Jahren einfach angefangen habe Sport zu treiben, obgleich es mir von Ärzten verboten wurde. Niemals sonst hätte ich glauben können, welche Leichtigkeit regelmäßige Bewegung in das Leben bringt.  Dass es die Lebensqualität derart erhöht, wenn man sich kontinuierlich an der frischen Luft bewegt.

Für Außenstehende sieht es womöglich langweilig aus oder wirkt stumpfsinnig, für Anfänger mag es zunächst anstrengend und eine Last sein. Hat man sich aber in seine Sache eingefunden und ist etwas geübt, so wird die ursprüngliche Last des Sich-Bewegens zu einem wahren Fliegen: Man gleitet durch den Wald, man fliegt über den Asphalt, man schwebt unter der Sonne. Alle Anstrengung weicht einem Genuss.

In diesen Momenten spürt man das wahre, klare Leben. Ein Gefühl von Glück, dass man sich nicht auf dem tollsten Shoppingtrip kaufen kann.

Probiere es aus. Fang einfach an und bleibe dabei. Beende deine Einheit, wenn es am besten ist und sei mit kleinen Ergebnissen zufrieden. Führe es kontinuierlich und regelmäßig durch, doch nicht intensiv. Nochmal: Bleibe dabei. Der Tag wird kommen, an dem du mich verstehst.

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Breuers Bikebahnhof und der Specialized Concept Store in Köln unterstützen mich in dieser Saison in meinem Sport und ich bin sehr dankbar dafür. Mit dem Specialized Stumpjumper S-Works 2015 Mountainbike fahre ich eine beschämend hochwertige Rennrakete. Etwas besseres gibt es nicht.

Hier packe ich mein neues Rad aus. Es war ein guter Tag.

Specialized Stumpjumper S-Works 2015 HT Carbon @ Breuers Bikebahnhof Specialized Concept Store Köln.