Mein Abschied. Arbeite härter an dir, als in deinem Job. Transcript.

MEIN ABSCHIED. LERN HÄRTER AN DIR ZU ARBEITEN, ALS IN DEINEM JOB.

MONTAG MIKRO SCHRITTE | EPISODE 42 | TRANSCRIPT

(Vorwort zum Abschied, hier ausgelassen)

Ich glaube an die ungeheure Kraft des Reflektierens. Darüber möchte ich heute sprechen. Und abschließend noch etwas Persönliches sagen. 

Die Kunst zu Reflektieren.

Reflektieren heißt es nochmal durchzugehen. Studier’s noch. Geh das nochmal durch, was du hier heute mitbekommst. Geh das nochmal durch, was du heute Gutes gelesen hast. Aber da ist noch mehr: Geh deinen Tag nochmal durch!

Hier sind gute Zeiten zum Reflektieren: 

Geh deinen Tag nochmal am Ende des Tages durch. Nimm dir ein paar Minuten und geh den Tag am Ende des Tages nochmal durch. Wen hast du gesehen und was haben sie gesagt und wie ist das passiert und wie hast du dich gefühlt und wie ging es weiter? So das du den Tag fest hältst. 
Ein Tag ist ein Stück aus dem Mosaik deines Lebens.

Geh den Tag nochmal durch. Sodass er dir fest bleibt. Die Erfahrung, das Wissen, die Farben, die Geräusche, das Panorama. Halt das fest. Sodass es dir in deiner Zukunft dient.


Als nächstes: Nimm dir ein paar Stunden am Ende der Woche. Zeit zu reflektieren. 
Geh deine Tage durch oder geh deinen Kalender durch. Wo bist du hingegangen und wenn hast du gesehen und wie hast du dich gefühlt und was ist passiert. Halt die WOCHE fest. Eine Woche ist ein gutes Stück Zeit. 

Das Nächste: Nimm dir einen halben Tag Zeit am Ende des Monats. Zeit zu reflektieren.
Und mach die ganze Sache nochmal. Geh durch was du gehört hast, geh durch, was du gesehen hast. Geh durch wie du dich gefühlt hast. Um das festzuhalten, sodass dir das dient.


Das Nächste: Nimm dir ein Wochenende am Ende des Jahres. 
Um das Jahr angemessen in deinem Bewusstsein festzuhalten. Um es in einer Erlebnis-Bank festzuhalten. Sodass du es hast, sodass es niemals verschwindet.


Das ist ein gutes Können, reflektieren zu können. Geh’s nochmal durch. Erinnere dich. Erinnere dich. Erinnere. Das hat so viel wert, dich zu erinnern. Den Gedanken. Erinner dich an die Idee. Erinnere dich an das Erlebnis. Erinnere dich an die Umgebung. Erinnere dich an den Tag. Erinnere dich an das Wetter. Erinnere dich an das Gefühl. Erinnere dich an die Schwierigkeit. Erinnere dich an die Höhen, erinnere dich an die Tiefen. So wertvoll, am Endes des Tages. 
Schließ den Tag fest. Schließ die Woche fest. Schließ den Monat fest. Schließ das Jahr fest. 


Sich heute noch mit der Bibel dir Welt zu erklären ist schlichtweg eine dumme Idee. Aber die Bibel an sich hat nicht ausschließlich dumme Ideen. Zum Beispiel: 

Sie haben neun Jahre gearbeitet, und das zehnte Jahr war ein Sabbatjahr.

Das 10. Jahr. Arbeite neun Jahre und nimm dir das zehnte Jahr. Nicht bloß, um die auszuruhen, nicht bloß, um dich zum Beispiel körperlich wieder in Form zu bringen. Oder zu entschleunigen, so nennen wir das heute. Nicht nur dafür. 

Ich bin sicher, das Sabbatjahr in der Bibel soll auch dazu dienen, die letzten neun Jahre nochmal durchzugehen. Nochmal durchzugehen, was richtig gelaufen ist und was falsch gelaufen ist, was schlecht gelaufen ist und was gut gelaufen ist. Wie bist du gewachsen und wie hast du verändert und was hast du jetzt, nach neun Jahren, was du damals noch nicht hattest? 
Das ist so wertvoll, ein Sabbatjahr. Die Zeit. Ein Sabbatjahr. Die Zeit. 

Und es muss auch noch etwas zum Alleinsein gesagt werden, wenn du reflektierst. 

Manchmal kannst du mit jemandem anderen reflektieren. Ehemann und Ehefrau reflektieren zusammen das vergangene Jahr. Eltern reflektieren mit ihren Kindern das vergangene Jahr.
Wie haben wir es gemacht und wie haben wir es nicht gemacht und wie können wir verbessern. Kollegen können miteinander reflektieren. Aber hier ist das Wichtigste: 

Du musst lernen mit dir selbst zu reflektieren. 

Und da muss was über das Alleinsein gesagt werden. Da muss was über die Gelegenheiten gesagt werden, um die Welt auszuschließen und alles um dich herum auszuschließen. Für eine Zeit. Für eine Zeit. 
Ich bin oft alleine unterwegs. In den Bergen. Gehe da durch ganze Gebirge. Oder durch Eiswüsten, im Winter. Mit einem Schlitten und einem Zelt. Gerade wenn du öffentlich lebst, dann schätzt zu  das Alleinsein. Eine Chance zu reflektieren. Das Leben durchzugehen. Die Fähigkeiten durchzugehen. Meine Erfahrungen durchzugehen. Alleine. Da sind ein paar Sachen, die man alleine durchgehen muss. 

Überlegen, denken, fragen, lesen, studieren, absorbieren, aufsaugen. Gucken, ob du besser werden kannst, dieses Jahr. Besser in den nächsten neun Jahren, als in den vergangenen neun. Alleine sein. 

Oder anders: Mach die Tür zu. 

Weswegen?

Einfach, um alles abzuhalten.

Leben ist Erfahrungen. Und Erfahrungen und Sehen und Anfassen und Spielen und Machen und Disziplin und all das, aber manchmal… und deswegen ist das Reflektieren so wichtig: Mach die Tür zu. Mach die Tür zu. Und frag. 

Nachdenken. Überdenken. Besinnen. 

Und all die Sachen dringen ein in dein Bewusstsein und in deine Aufmerksamkeit. Auf keine andere Art kann das gemacht werden. 

Und deswegen ist das wichtig, zu reflektieren: 

Um die Vergangenheit wertvoller zu machen, dass sie dir in der Zukunft dient. 

Um die Vergangenheit wertvoller zu machen, dass sie dir in der Zukunft dient. 

Hier ist, was wirklich was bringt: Lernen die Vergangenheit zusammenzusammeln und sie in die Zukunft zu investieren. Heute zusammensammeln und in morgen zu investieren. Diese Woche zusammensammeln und sie in nächste Woche zu investieren. Dieses Jahr zusammensammeln und es ins nächste Jahr zu investieren. 

Guck, das bringt so viel. Viel mehr, als einfach weiter zu machen. Ein neues Jahr und gucken, was passiert … Statt einfach zu gucken, was passiert, stell dir vor, du sammelst deine Zeit zusammen und reflektierst und du investierst sie in deine Zukunft. Das ist so wichtig.

Lernen, studieren, reflektieren. 

Das ist Teil von Persönlichkeitsentwicklung: Besser zu werden, als du warst. Wertvoller zu werden, als du warst. Nicht einfach in Bezug auf Einkommen. Sondern in Bezug auf dein Mutter-sein. In Bezug auf dein Vater-sein. In Bezug auf ein besserer Bruder zu sein, ein besserer Kollege zu sein. Einen besseren Beitrag zu leisten an die Gesellschaft, an die Gemeinschaft, an das Commitment, an die Partnerschaft. 

Arbeite an dir selbst, dann bringst du mehr Wert in die Partnerschaft, in die Ehe, in die Arbeit, in die Community, in die Menschen, in das Land. Persönlichkeitsentwicklung. Hingabe.

Den besten Beitrag, den du jemand anders geben kannst, ist Persönlichkeitsentwicklung. Hingabe. Nicht Aufgabe. Selbstaufgabe findet nur Geringschätzung. Hingabe findet Respekt. 
Man muss Mitleid mit der Mutter haben, die sagt: „Ich hab mein Leben für meine Kinder aufgegeben.“

Selbstaufgabe ist nicht nobel. Selbstinvestition ist nobel, aus Persönlichkeitsentwicklung. Wenn ich an mir selbst arbeite und besser werde, überleg mal was das für unsere Freundschaft macht.

Ich hab früher die Redewendung benutzt: „Du passt auf mich auf und ich pass auf dich auf.“
Und ich hab rausgefunden, wie kurzsichtig und oberflächlich das war. Und ich hab es umformuliert, dass es so klingt: „Ich pass auf mich auf, für dich. Wenn du bitte auf dich aufpasst, für mich.“

Und das ist Teil von Persönlichkeitsentwicklung. Dass du härter an dir selbst arbeitest, als in deinem Job. Und DAS bringen wir dann in unseren Job und das bringen wir dann in unsere Ehe. Das bringen wir dann in unsere Beziehungen, in unsere Rolle als Vater, als Mutter, und wir entwickeln Stärke und wir entwickeln die Kraft. 

Reflektieren.  

Und deswegen höre ich zunächst mit den Montag Mikro Schritten Episoden auf. Weil ich Zeit haben möchte, um zu reflektieren. Und mit dem, was sich daraus ergibt, möchte ich dann weiter machen. 
Ich kann heute noch nicht sagen, was sich genau ergibt, welche Ideen, und was ich damit mache. Aber eines ist sicher, es wird sich daraus etwas ergeben. Aber das braucht Zeit und die nehme ich mir.  Und ab zu und wird sicherlich mal ein Text oder ein Podcast oder Video erscheinen. Aber nicht jede Woche, so wie in den letzten über 40 Wochen. 

Also, ganz vielen Dank, dass ihr hier zugeschaut habt, dass ihr zugehört habt, das ihr gelesen habt. Vielen Dank für eure kurzen und langen Nachrichten. Für eure Mails. Für die Kommentare, bei Facebook, für die Downloads des eBooks. Für das Interesse. Für die Zuwendung. 

Es war ein toller Ritt. Und ich werde euch vermissen. Aber ich bin nicht ganz weg. Weiterhin bin ich bei Instagram und Facebook und ich veröffentliche weiterhin in meinem Blog. Ich hoffe dass wir uns dort sehen. Und ich hoffe, dass ich von euch höre.

Macht’s gut.


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Mit allen guten Wünschen,

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