Wie 30 Tage kaltes Duschen dein Leben verändern können

Wie ich mich durch kaltes Duschen getraut habe meinen Job zu kündigen, meine Frau fürs Leben fand, eine Firma gründete und von einer Couchpotato zum Abenteurer wurde.

Wenn du als Mensch wachsen willst, wenn du dich weiterentwickeln willst, wenn du dich verbessern willst, wenn du Ziele erreichen willst, wenn du glücklich werden willst, wenn du Karriere machen willst, dann musst du bereit sein, deine Komfortzone zu verlassen. Du musst bereit sein, dich aus deinem weichen, warmen Kokon zu schälen, deinen Kopf in den rauen Wind zu strecken und dich etwas zu trauen. Das ist mühsam und ungewohnt, ungewiss, riskant, schwer, angsteinflößend, intensiv oder kompliziert. Doch es gibt keinen anderen Weg. Wenn du dich wirklich weiterentwickeln willst, musst du deine Komfortzone verlassen. Anders geht es nicht.

Ich bin einer der größten Angsthasen dieser Welt und das Letzte, was ein Angsthase gerne macht, ist, aus dem warmen Hasenbau zu hüpfen und sich neuen oder unangenehmen Dingen zu stellen. Weil ich aber weiß, dass ein Leben außerhalb des engen Hasenbaus nicht nur sehr viel mehr Freiheit für mich bedeutet, sondern weil ich draußen auch meine Träume wahr werden lassen kann und weil ich weiß, dass es in erster Linie es Gemütlichkeit und Unsicherheit ist, die mich im warmen Hasenbau hält, musste ich einen alltagstauglichen Weg finden, um zu lernen meine Komfortzone zu verlassen. Ich fand ihn.

Ich habe kalt geduscht.


Das Prinzip ist einfach: Dusche kalt

Du hast Angst vor Unannehmlichkeiten?

Wenn du dich daran gewöhnen willst, mit Unannehmlichkeiten umzugehen, musst du 30 Tage eiskalt duschen. Dann alles ist gut.

Ich habe eiskalt geduscht und es war fürchterlich. Ich stand verkrampft unter der Dusche, ich wimmerte, ich kreischte, ich windete mich unter dem kalten Wasser.

Es war kein Spaß. Doch ich mache es immer noch.

Wenn ich aus der Dusche komme, ist aber alles wieder ok. Ehrlich gesagt, es ist sogar viel besser als das. Ich fühle mich absolut frisch und belebt.

Über 30 Tage habe ich eiskalt geduscht und mir ist etwas sehr Interessantes aufgefallen:

Alle Entschuldigungen, die ich mir unter der Dusche gemacht habe, bevor ich den Hahn auf „kalt“ gedreht habe, waren genau die gleichen Entschuldigungen, die ich mir gesagt habe, als ich meinen Job nicht gekündigt hatte, obwohl ich das eigentlich tun wollte. Es waren genau die gleichen Entschuldigungen, die ich mir mein ganzes Leben erzählt hatte, für all die Dinge, die ich nicht getan habe, obwohl ich sie tun wollte.

Ich begann zu realisieren, dass all die Geschichten und Ausreden, denn es sind nicht mehr als Ausreden, die ich benutzt habe, um nicht kalt duschen zu müssen, nicht die Dinge waren, die mich wirklich vom kalten Duschen abhielten. Was mich wirklich vom kalten Duschen abgehalten hat, war meine Entscheidung, dass ich keine Unannehmlichkeit erfahren wollte.

Als ich aber die Idee akzeptiert habe, dass Unannehmlichkeiten für mich in Ordnung sind und als ich die Entscheidung gefällt habe, dass ich bereit bin, Unangenehmes zu erfahren, haben kalte Duschen mir meine Barrieren im Leben genommen. Sie haben mich dazu veranlasst, neue Dinge im Leben zu probieren und letztendlich haben sie mich dazu gebracht, Mut zu finden und Entscheidungen zu fällen, mit denen ich mein Leben verschönern konnte.
 

„ Als ich die Entscheidung gefällt habe, dass ich bereit bin, Unangenehmes zu erfahren, haben kalte Duschen mir meine Barrieren im Leben genommen.“

 

Kaltes Duschen funktioniert

Warum das funktioniert ist einfach:

Jeden Tag springst du unter die Dusche. Fast automatisch drehst du den Hahn auf „warm“. Das ist leicht, normal und angenehm. Es ist eine Entscheidung, aber es ist nicht die einzige Entscheidung. Du kannst das Gegenteil machen, den Hahn in die andere Richtung drehen und eine kalte Dusche nehmen.

Das macht nicht viel Spaß und kaum jemand macht das. Aber du kannst es tun, wenn du dich bewusst dafür entscheidest. Wenn du es machst, realisierst du, genau wie ich, dass all die Entschuldigungen und Ausreden zwei Dinge mit dir anstellen können:

Sie können dich darin bestätigen, dass die Entschuldigungen und Geschichten, die du dir erzählt hast, richtig und wahr waren und sie halten dich vom kalten Duschen ab.

Oder du kannst dich dafür entscheiden, dass die Entschuldigungen und Geschichten keine Bedeutung haben. Du kannst dich dazu entscheiden, unabhängig von deinen Entschuldigungen und Geschichten, dass du kalt duscht.

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Ich dusche seit vielen Jahren immer wieder kalt. Es ist eine Art Test oder Übung für die Person, die ich gerne wäre. Ich mache es jedes Mal, wenn ich eine extra Portion Stärke oder Mut benötige, um durch etwas zu gehen, das hart oder schwierig ist. Ich habe kalte Duschen genommen, als ich Vorträge vor vielen Menschen halten sollte, ich habe es gemacht, bevor ich zu meinem Chef ging, um meinen Job zu kündigen. Ich habe es auch in der Phase gemacht, als ich von meiner Freundin getrennt habe und Mut brauchte, weil ich Angst hatte, dass ich mich einsam fühlen werde und eine falsche Entscheidung treffe.

In diesen und vielen anderen schwierigen Zeiten habe ich in den Spiegel geblickt und mir gesagt:

„Wenn du nicht den Willen oder das Zeug hast, um die Person zu sein, die den Willen hat, etwas Unangenehmes zu erfahren und für einige Minuten unter der kalten Dusche zu stehen, mit dem einzigen negativen Ergebnis, dass dir dabei kalt ist, wie willst du dann jemals die Stärke oder Courage haben, etwas auszuwählen, das unangenehm ist, in einer Situation, in der das Ergebnis viel, viel größer ist?“

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Nun habe ich eine Aufgabe für dich und sie ist sehr, sehr einfach:

Anstatt morgen früh, wenn du unter die Dusche gehst, den leichten Weg zu nehmen, anstatt den komfortablen Weg zu nehmen, anstatt zu tun, was die meisten Menschen tun würden, mach das Gegenteil! Dreh den Hahn auf „kalt“ und dusche für mindestens zwei Minuten. Wähle das Unangenehme aus und schau was passiert. 

Mir hat es das Leben verändert.

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Dieser Post erschien auch in dem tollen Blog von Tim Schlenzig www.mymonk.de.
 

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