Der ultimative Schlüssel zur Gesundheit Teil 3 - Gesunde Kriegsopfer und kranke Teenager

Wie konnten jüdische Frauen, die den absolut unvorstellbaren Horror des Konzentrationslagers, Folter, Hunger und mehrere Kriege erlebten, zu Gesundheit finden? Warum ist der Teenager von nebenan, aus wohlhabenden Verhältnissen und mit bester Versorgung, krank? Wie lautet der ultimative Schlüssel zur Gesundheit?

In Teil 1 Der ultimative Schlüssel zur Gesundheit - Teil 1 hast du erfahren, was Gesundheit eigentlich bedeutet. Damit kannst du nachvollziehen, worum es hier überhaupt geht.

In Teil 2 Der ultimative Schlüssel zur Gesundheit – Ein Gegenstück zur Schulmedizin habe ich dir vorgestellt, dass es um die Frage gehen muss, was den Menschen gesund hält, statt sich nur auf die Frage zu konzentrieren, was den Menschen krank macht.

Wie in Teil 1 beschrieben ist mit Gesundheit nicht bloß eine gute körperliche Verfasstheit gemeint, sondern deine Gesundheit ergibt sich aus deinem körperlichen, psychischen und sozialen Befinden.



Ein Blick auf Gesundheit Unsere Ärzte

Nach der Definition von Gesundheit sehen dich deine Ärzte als gesund oder aber als krank an. Wenn du krank bist, so sehen sie dich, metaphorisch betrachtet, in einen Fluss gefallen und wollen dich aus diesem Fluss herausholen. Sie fragen „Was hat diese Person krank gemacht?“.


Ein alternativer Blick

Ich denke nicht, dass du entweder gesund oder krank bist. Ich denke, dein Gesundheitszustand (Achtung: körperlich, psychisch und sozial, denn drauf bezieht sich Gesundheit) ist dynamisch.
Er befindet sich irgendwo auf einer Geraden zwischen „vollständig gesund“ und „vollständig krank“.
Mal weiter in Richtung "vollständig gesund", mal weiter in Richtung "vollständig krank", je nachdem wie es dir körperlich, psychisch und sozial gerade geht.



Was hält dich gesund? Wie wirst du ein möglichst guter Schwimmer in dem Fluss des Lebens?


Statt zu fragen „Was hat dich krank gemacht?“ stelle ich die Frage: „Was hält dich gesund?“

Metaphorisch betrachtet sehe ich dich als einen Schwimmer in dem in Teil 2 dieser Serie beschriebenen Fluss. Der Fluss ist dein Gesundheitszustand, d.h. dein Körper, deine Psyche und deine sozialen Beziehungen. Ich versuche dich jedoch nicht aus dem Fluss zu holen, denn du treibst ohnehin in ihm. Der Fluss ist dein Leben mit all seinen Schwierigkeiten. Statt dich aus dem Fluss zu fischen und zu heilen ist meine Zielsetzung, dich stark zu machen, damit du so gesund wie möglich bleibst. 
Daher frage ich:

„Wie kannst du zu einem möglichst guten Schwimmer in dem Fluss werden?“

Wie kannst du zu einem guten Schwimmer im Fluss des Lebenwerden?

Wie kannst du zu einem guten Schwimmer im Fluss des Lebenwerden?

Gute Gesundheit trotz Krieg, Verfolgung und Hunger

Der Medizinsoziologe Aaron Antonovsky hat diese Frage bereits in den siebziger Jahren gestellt und damit einen neuen Forschungszweig etabliert, dem sich Wissenschaftler auf der ganzen Welt bis heute widmen. 

                      Aaron Antonovsky

                      Aaron Antonovsky

Antonovsky fiel in seinen Forschungen über die Lebensgeschichten jüdischer Frauen auf, dass diese Frauen, die den „absolut unvorstellbaren Horror des Lagers durchgestanden“ (Antonovksy 1991) hatten, 25 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges in einem „angemessenen Gesundheitszustand“ waren. Diese Frauen waren „jahrelang deplatzierte Personen“ und hatten sich dann in Israel „ein neues Leben in einem Land neu aufgebaut, das drei Kriege erlebte“ (Antonovsky 1991). „Durch irgendein Wunder hatten sie es geschafft, ihr Leben wieder neu aufzubauen“ (Antonovksy 1991).

„Worauf ist dieses Wunder zurückzuführen?“ (Antonovsky 1991). Wie hatten es diese Frauen trotz traumatischer Erlebnisse und jahrelangen extremen Bedingungen geschafft, „eine gute Gesundheit“ (Antonovsky 1997) zu halten?
Warum gelang es ihnen und warum ist der Teenager von nebenan, dem es doch eigentlich viel besser gehen müsste, denn er ist jung, hatte immer ausreichend Nahrung und ein warmes Dach über dem Kopf, so krank?

Nehmen wir ein anderes Beispiel dieser Tage: Warum werden Menschen wie Altkanzler Helmut Schmidt 96 Jahre alt, obgleich sie einen Lebensstil pflegen, der nicht gerade dem entspricht, was uns in der Gesundheitsrubrik der HÖRZU empfohlen wird? Warum werden portugiesische Fischer, wie ich sie im Urlaub getroffen habe, über 100 Jahre alt, obwohl sie einen feuchten Kehricht auf Chiasamen und Quinoa geben?

Ist es bloß Glück, bloß Schicksal?

Dass ich mich gut - viel besser - fühle, wenn ich mich gut ernähre, steht außer Frage. Dass man gesundheitliche Risiken reduziert, wenn man sich ausgewogen ernährt, steht außer Frage. Ich wäre der letzte, der dem widerspricht. Auf keinen Fall sollte man auf eine ausgewogene Ernährung verzichten, denn der positive Effekt ist einfach riesig. 
Dennoch gibt es im Kern etwas noch anderes, das den Menschen gesund bleiben lässt. Etwas, das über der Empfehlung "Grüne Smoothies!" oder "Jedem Tag ein Glas Milch!" steht. Es ist ein wichtiger Faktor, weswegen Menschen gesund bleiben, selbst wenn sie sich nicht an die gegenwärtigen Gesundheitstipps halten. Beispiele für solche Menschen gibt es viele. Unsere Erde ist groß, denken wir an Grönland, Kirgistan, an Madagaskar oder Hongkong. In vielen Teilen der Erde gibt es Menschen, die sich körperlich, seelisch und sozial wohl fühlen, die als gesund zu bezeichnen sind und die sogar alt werden. Viele von ihnen haben aber womöglich noch nicht mal vom dem davon gehört, was uns an Gesundheitstipps an die Hand gereicht wird (was nicht bedeutet, dass diese Tipps schlecht sind).
 

Welche Kräfte sind am Werk, die Menschen gesund bleiben lassen, wo andere krank werden? Was hält den Menschen gesund?

 

... oder präziser am Beispiel der Geraden zwischen „vollständig gesund“ und „vollständig krank“ (genaueres dazu siehe Teil 1) ausgedrückt:

Warum befinden sich Menschen auf der positiven Seite des Gesundheits-Krankheits-Kontinuums oder warum bewegen sie sich auf den positiven Pol zu, unabhängig von ihrer aktuellen Lage?“

Kürzer: Wie lässt sich Gesundheit fördern, deren wesentliche Faktoren gerade psychische und soziale Komponenten sind?

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Wie sich Gesundheit fördern lässt

Die Wissenschaft kam zu einem Ergebnis, das weit vom dem entfernt ist, was wir heute täglich in Gesundheitsmagazinen, Fitnessratgebern und Diätkochbüchern lesen. Wenn du die vorherigen Artikel gelesen hast, dann kannst du dir sicher schon denken, dass es bei der Beantwortung dieser Frage schon lange nicht mehr um Saunagänge, Bewegung an der frischen Luft, Karotten und all das geht, was uns sonst noch als Heilmittel für Gesundheit empfohlen wird.

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Natürlich sind Tipps wie diese gesundheitsförderlich, doch hier geht es um das große Ganze. Es geht um den ultimativen Schlüssel zur Gesundheit. Es geht um etwas Übergreifendes. Um das, was uns wirklich im Kern gesund hält.

Antonovsky, Medizinsoziologen und Gesundheitswissenschaftler auf der ganzen Welt kamen bei der Beantwortung der Frage zur Förderung von Gesundheit zu einem Ergebnis. Obgleich dieses Ergebnis schon vor mehr als vierzig Jahren veröffentlicht wurde und obgleich es bis heute erforscht, diskutiert und weiterentwickelt wurde, so ist der Kern des Ergebnisses immer noch derselbe.
 


Der ultimative Schlüssel um den Menschen gesund zu halten lautet:

 

1.     Verstehbarkeit

2.     Handhabbarkeit

3.     Bedeutsamkeit

 

Der Schlüssel zur Erhaltung von Gesundheit

Der Schlüssel zur Erhaltung von Gesundheit

Wenn du in diesen drei Bereichen kompetent bist, das heißt, wenn du Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit erreichen und umsetzen kannst, so hast du den Kern dessen erreicht, was deine Gesundheit essenziell fördert.

Im Moment sind diese drei Begriffe natürlich noch abstrakt und kaum für dich anwendbar. 
Was genau mit ihnen gemeint ist und ganz besonders, was du tun musst, um sie, also den Schlüssel zur Gesundheit, richtig anzuwenden (also, Wege zu gehen, die dich stark machen), das erfährst du in meinem vierten Artikel dieser Serie „Der ultimative Schlüssel zur Gesundheit Teil 4 -  Vertrauen“.
 

Bisher:

Teil 1 Der ultimative Schlüssel zur Gesundheit - Teil 1

Teil 2 Der ultimative Schlüssel zur Gesundheit – Ein Gegenstück zur Schulmedizin


Es folgen: 

Der ultimative Schlüssel zur Gesundheit Teil 4 -  Vertrauen

Der ultimative Schlüssel zur Gesundheit Teil 5 -  Dein Gesundheitszentrum


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Lass mich wissen, was du von dem Artikel hältst! Wie siehst du den ultimativen Schlüssel zur Gesundheit? Was hält dich gesund? Ich freue mich über jeden Beitrag hier in den Comments, denn so sehe ich, dass du meinen Artikel gelesen hat und ich nicht einfach ins Blaue hineingeschrieben habe. Außerdem brenne ich darauf, deine Ansicht zu erfahren!

Mach dir den schönsten Tag!

Dein